Grüne OV Rottweil-Zimmern

Der Testturm und die GRÜNEN - eine komplizierte Beziehung ;-)

 

Die OrtsGRÜNEN ticken unterschiedlich in Sachen Testturm: Einige lehnen ihn rundweg ab; andere halten das INKOM für den idealen Standort. Manche können gut mit ihm leben oder sind hin und her gerissen. Wo ist das Problem? Es wäre eher eines, wenn's anders wäre! Der Turmbau zu Rottweil reizt ja die ästhetischen Geschmacksnerven besonders intensiv. Und die sind halt nun mal - verschieden.

 

Einigkeit aber darin: Der Megatower ist auch ein Megaeingriff ins vertraute städtische Erscheinungsbild. Der wohl heftigste seit Generationen. So der Testturm denn kommt, erwarten die GRÜNEN:

1. Maximale Transparenz aller Planungsabläufe für die Bürgerschaft - also

    auch für die Turmgegner;

2. der Turm muss öffentlich zugänglich sein;

3. er muss ein innovativer Turm der Energiewende sein, der sich zu 100 % 

    mit erneuerbaren Energien versorgt und möglichst einen Teil davon selbst

    erzeugt;

4. er muss recyclebar sein, falls er nicht mehr gebraucht wird;

5. er darf im Fall der Fälle (Nutzungsende, Firmenpleite...) nicht als

    Investitionsruine verkommen. D.h. der Konzern muss finanzielle

    Sicherheiten für einen möglichen Rückbau garantieren;

6. der Turm muss angesichts des grandiosen Stadtbilds gegenüber auch

    in seiner Formgebung so herausragen, dass er das Zeug für einen

    Architekturpreis hat.

Richtfest am Testturm

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Das wird getestet: die neue Generation von Aufzügen

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Testturmgegner gehen online!


Bislang nutzten die Gegnerinnen und Gegner des geplanten Testturms von ThyssenKrupp die klassischen Medien für ihre Argumente. Seit dem 01.08.2014 werben sie nun auch online unter dem Titel "Landschaft schützen - Stadtbild retten":

 

http://landschaftschuetzen-stadtbildretten.info

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Kritik am Rottweiler Thyssenturm


Hier Kritik aus der Stadt an der Stadtverwaltung und am geplanten Thyssenturm:

 

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/tuebingen/kritik-an-thyssenturm-gebaeude-passt-nicht-nach-rottweil/-/id=1602/did=13237762/nid=1602/16tudtf/

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Science Tower Graz

Energieautarker Turm in Graz


Ab März 2014 liefert die österreichische Stadt Graz ihre eigenen Beiträge zum Thema innovative Türme. Es entsteht ein Forschungsturm "Science Tower" auf einer Industriebrache, der sich vollständig mit selbst geernteten erneuerbaren Energien versorgt. Und ein Aufwindkraftwerk. Beide Türme sind eingebunden in ein umfassendes Konzept der nachhaltigen Stadtentwicklung.

 

Surftipps:

http://www.eco.at/cms/155/8587/Science+Turm%3A+Ein+neues+Wahrzeichen+f%FCr+Graz/

 

http://www.smartcities.at/assets/Publikationen/Publikationen-des-Klimafonds/eia0413deutschfinal.pdf

 

 

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Testturm
Testturm

Das fordert der Arbeitskreis Klimaschutz der Lokalen Agenda. Schreiben an den OB.


"Der Arbeitskreis Klimaschutz befasste sich intensiv mit der energetischen Seite des geplanten Testturms der Firma ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH. In diesem Turm sollen Aufzüge getestet werden, die laut Firmenaussagen hohen Ansprüchen der Energieeffizienz genügen. Diese werden etwa durchs anspruchsvolle LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) zertifiziert. Außerdem bekennt sich ThyssenKrupp ausdrücklich zum Global Compact der Vereinten Nationen, dem weltweit größten Netzwerk für eine nachhaltige Entwicklung.

Es liegt also nahe, dass dieser Turm, der für die Entwicklung innovativer Produkte vorgesehen ist, auch mit einem gleichermaßen innovativen Energiekonzept glänzt, das zur laufenden Energiewende passt. Das Ziel sollte sein: eine Versorgung des Turms mit 100 % Erneuerbare Energien!

Wir sehen dazu grundsätzlich drei Möglichkeiten:

Abschluss eines Lieferungsvertrag mit einem Ökostromanbieter. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass der Vertragspartner durch Zertifikate nachweist, dass er auch tatsächlich in neue Erzeugungsanlagen investiert.

Stromerzeugungsanlagen für Erneuerbare Energien (z.B. Photovoltaik, kleine Windkraftanlagen zur Eigennutzung), die in den Turm integriert sind. (An dem Turm könnten nach unserer Kalkulation über 300 kW PV-Leistung installiert werden.) Vielleicht gibt es originelle Lösungen, die sich harmonisch in die Architektur einfügen. Beispielsweise durch transparente Module.

Stromerzeugungsanlagen in der näheren oder weiteren Umgebung des Turms. Dies wäre auch ein Beitrag von ThyssenKrupp zur lokalen Wertschöpfung.

Selbstverständlich ließen sich diese Möglichkeiten auch miteinander kombinieren. Es ist auf jeden Fall geboten, dass sich ein kompetentes Ingenieurbüro mit diesen Fragen befasst.

 

Wir bitten Sie darum, dass Sie sich beim Bauherrn energisch für unsere energetischen Vorstellungen einsetzen. Die Möglichkeiten zu entsprechenden Festsetzungen in der Bebauungsplanung sind zwar bescheiden. Aber immerhin verlangt der Gesetzgeber, bei der Bauleitplanung „die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die sparsame und effiziente Nutzung von Energie“ (BauGB, § 1) zu berücksichtigen. Wir hoffen, dass der Bauherr sich offen zeigt für einen markanten Beitrag zur Energiewende. Der pflegt auch sein Image."

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Umbau des Wasserturms von Radolfzell

Turmbau und Energiewende - ja geht denn das?


Eine Vollversorgung eines Turmes mit erneuerbaren Energien mag manchem vielleicht etwas versponnen vorkommen. Doch diese werdende "Utopie" kann man gerade - stolz plakatiert - in Radolfzell bestaunen. Zentrumsnah.

 

Surftipp:http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Bauprojekt-am-Wasserturm-wird-fortgesetzt;art372455,4986639

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Öko-Stararchitekt Norman Foster über Hochhäuser

 

ZEIT: Sie haben ja schon oft riesige Hochhäuser gebaut. Zerstören Sie damit nicht die kleinteiligen Stadtstrukturen, die Sie sich eigentlich wünschen?

Foster: Nein. Schauen Sie sich zum Beispiel unseren Russia Tower in Moskau an. Dort wird genau das realisiert, wovon ich eben gesprochen habe. Eigentlich ist dieser Turm ein kleines Stadtquartier mit allem, was dazugehört, mit Wohnungen, Hotels, Büros, einem Kino und Läden und Gärten. Nur ist es eben ein vertikales Stadtquartier. So einen Turm kann man nicht überall bauen, das ist schon richtig. Aber in vielen Teilen der Welt geht es gar nicht anders als mit Hochhäusern.

ZEIT: Warum das?

Foster: Weil wir im Moment eine gewaltige Urbanisierungswelle erleben, die noch weit größer ist als die des 19. Jahrhunderts. (...) Wir müssen verhindern, dass die Zersiedelung weiter fortschreitet, schon wegen des Klimawandels kann es nicht sein, dass unser Lebensmodell mit den vielen kleinen Einfamilienhäusern überall kopiert wird. Deshalb brauchen wir Dichte, wir brauchen Hochhäuser, die ein grünes, menschenfreundliches Leben in der Höhe ermöglichen. (...) Viele unserer Gebäude sparen Energie, und sie schaffen ein viel angenehmeres Arbeits- und Wohnklima. Unsere Architektur hat eine technische und eine soziale Dimension.

(Quelle: http://www.zeit.de/2008/35/FosterInterview)

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Jenseits der Rottweiler Kleinstadt-Idylle: Vertikaler Städtebau und Urbanisierung

 

 

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