Grüne OV Rottweil-Zimmern

Wir Grünen wollen's wissen: Macht der Landkreis den Schritt zur "100% Erneuerbare-Energie-Region"?


Wenn drei grüne politische Ebenen sich für ein gemeinsames Ziel unterhaken, muss es sich wohl um eine Herzensangelegenheit handeln. Und so ist es auch: Unsere Landtagskandidatin Sonja Rajsp, der Ortsverband Rottweil-Zimmern und die Kreistagsfraktion ziehen an einem Strick. Wir wollen, dass der Landkreis Rottweil sich den Regionen anschließt, die eine Vollversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien anstreben.

Kreisrat Hubert Nowack und Landtagskandidatin Sonja Rajsp


Kreisrat Hubert Nowack stellte den entsprechenden Antrag. Dieser würdigt zunächst die bisherigen energiepolitischen Aktivitäten des Landkreises, die 2014 in der Auszeichnung mit dem European Energy Award gipfelten. Ein weiterer konsequenter Schritt in Sachen Energiewende wäre nun der Beitritt zum bundesweiten Projekt der „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“. Daran beteiligen sich bereits rund 150 Regionen. Auf der Übersichtskarte vermissen wir Grünen noch den Landkreis Rottweil.

 

Die Projektteilnehmer sind ehrgeizig: Sie wollen ihre Regionen mittel- bis langfristig vollständig auf erneuerbare Energien umstellen - im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich. „Ein klareres Bekenntnis zur umfassenden Energiewende gibt es nicht. Auch wir sollten es mittragen“, betonen wir in unserem Schreiben an Landrat Dr. Michel. Und das nicht nur wegen des wertvollen Beitrags zum weltweiten Klima- und Ressourcenschutz. Von der Energiewende gehen nach unserer Ansicht auch viele Impulse für eine nachhaltige Regionalentwicklung aus. Mittelständische Betriebe profitieren davon in besonderer Weise.

 

Was bringt nun der Beitritt zu den „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“? Er gibt dem energiepolitischen Handeln Orientierung - ähnlich einem Leitbild. Und um dieses Ziel möglichst zügig und fachlich fundiert zu erreichen, vernetzen sich diese Regionen, um untereinander Know-how auszutauschen. Fachlicher Rat kommt unter anderem vom Umweltbundesamt, dessen Seriosität wohl unstrittig ist. Abschließend setzen wir in unserem Antrag noch einen drauf und regen an, der Landkreis Rottweil möge versuchen, auch die beiden anderen Landkreise der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg mit ins Boot zu nehmen.