Schaffen wir's, erste deutsche "E-Bike-Modellkommune" zu werden?


Seit Januar macht das Kompetenznetz Klima Mobil sich in Baden-Württemberg auf die Suche nach 15 Modellkommunen, die bereit sind, hochwirksame Maßnahmen zum Klimaschutz im Verkehr umzusetzen. Nach Durchsicht des Bewerbungsaufrufs und der Bewerbungsunterlagen war für die Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen klar: Zugreifen! Im entsprechenden Antrag wird die Fraktion gleich konkret: Als klimafreundliches Verkehrsprojekt schlägt sie die Idee einer „E-Bike-Modellstadt Rottweil“ vor.


 

Was spricht dafür?

 

Die Ortsgrünen meinen, engagierter Klimaschutz verlangt auch eine Umgestaltung der kommunalen Verkehrssysteme. Zu recht spielt daher auch die Förderung des Radverkehrs eine gewichtige Rolle im anstehenden Mobilitätskonzept. Und die hügelige Rottweiler Topographie legt es nahe, E-Bikes dabei besonders zu beachten, wenn man den Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehr ernsthaft erhöhen will.

 

Unser Projektvorschlag

 

Die Antragsteller sind jedenfalls überzeugt, das Projekt einer „E-Bike- Modellstadt Rottweil“ wäre innovativ und ein Beitrag zur Elektromobilität. Wer „E-Bike-Modellstadt“ googelt, sieht sofort: Dieses Projekt wäre bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt.

 

Was hätte die Stadt von einer erfolgreichen Bewerbung als Modellkommune? Diese Projektidee würde weiterentwickelt zu einer umsetzungsfähigen Planung und es würde eine Kommunikationsstrategie entworfen, „die die Unterstützung des Projekts durch Kommunalpolitik und die Bevölkerung sicherstellt.“ Und ganz wesentlich: Das Kompetenznetz Klima Mobil hilft, Fördermittel locker zu machen.

 

Die Erfolgschancen?

 

Die Grünen wittern gute Erfolgschancen einer Bewerbung. Gefragt sind nämlich „richtungsweisende Verkehrsprojekte, die darauf abzielen, die Zusammensetzung des Verkehrs und das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger aktiv zu verändern.“ Und als Handlungsfelder einer klimaverträglichen Mobilität gelten beispielsweise „Verkehrsberuhigung und Straßenraumgestaltung oder Bevorrechtigung umweltfreundlicher Verkehre.“ Eine autofreie historische Innenstadt von Rottweil ist anders kaum erreichbar.

 

In einer erfolgreichen Bewerbung sieht die Gemeinderatsfraktion auch einen spannenden Beitrag für die Landesgartenschau 2028. Die Bewerbungsbroschüre spricht ja ausdrücklich davon, dass die Mobilität für die Landesgartenschau „innovativ, ökologisch und sozial geprägt ist und somit im Sinne der Stadtentwicklung die Lebensqualität in Rottweil festigt.“

 

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