Lärmschutz-Display gegen knallende und röhrende Motoren


Die Klagen über Motorenlärm in der Stadt sind bekannt. Dieser nervt vor allem nachts. Und die Klagen mehren sich. Doch wie kann man dem Problem zu Leibe rücken? Mehr Kontrollen sind das eine. Die Gemeinderatsfraktion der Grünen möchte dieses Vorgehen nun durch einen eher pädagogischen Weg erweitern und fordert die Anschaffung eines Lärmschutz-Displays, das den Lärmenden ihr störendes Treiben signalisiert.


Quälender Motorenlärm

Im entsprechenden Antrag verweisen wir beispielsweise auf den Motorenlärm in der Höllensteinkurve. Immer wieder reißt dieser Anwohner der Innenstadt aus dem Schlaf, weil Verkehrsteilnehmer „mit extrem laut aufgedrehten Motoren bewusst Fehlzündungen produzieren, die dann wie Schüsse in den Gassen wiederhallen.“ Eine andere Belästigung sind die sogenannte Poser, die bis in die späten Abendstunden mit röhrenden Motoren in der Innenstadt auf und ab fahren, um mit aufgemotzten Fahrzeugen zu protzen.

Lärmschutz-Displays helfen

Dieses rücksichtslose Treiben wollen wir nicht länger hinnehmen, weil so einzelne Verkehrsrowdys die Mehrheit der Rottweilerinnen und Rottweiler quälen. Und Lärm macht bekanntlich krank. Dessen sind sich diese Verkehrsteilnehmer offenbar nicht bewusst oder ignorieren die Folgen ihres Tuns.

In unserem Schreiben verweisen wir auf ein Förderprogramm der Landesregierung von Baden-Württemberg, das Städte, Gemeinden und Landkreise bei der Anschaffung entsprechender Systeme zur Minderung von Motorradlärm unterstützt. Konkret geht es dabei um die Anschaffung von Motorradlärm-Displays, welche den Fahrern ihre Lärmbelastung anzeigt.

Doch bringt das was? Wir meinen ja, denn Tests konnten eine Lärmminderung von immerhin 1,1 bis 2,2 dB(A) nachweisen.

Land fördert mit bis zu 4.000 €

Die Förderung beträgt bis zu 4000 Euro je Motorradlärm-Displayanlage. Obwohl die Antragsfrist bereits am 15. Juli 2019 abgelaufen ist, ist kein Ausschlussgrund für einen Förderantrag beim Ministerium für Verkehr. Auf Nachfrage von Hubert Nowack bestätigte der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung, MdLThomas Marwein, dass für Lärmschutz-Displays weiterhin Fördergelder zur Verfügung stehen.

Es muss aber zeitnah gehandelt werden, um auch auf diesem Weg einen Beitrag zur Befriedung der Lärmsituation in der Stadt leisten zu können.

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