Gegenpetition: Für Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt im Bildungsplan

Kultusminister Andreas Stoch

Irre! Auf der einen Seite diese Sympathiewelle fürs Outing von Thomas Hitzlsperger. Und gleichzeitig rollt eine homophone Hass-, Spott- und Hysteriewelle durchs Ländle. Anlass: das Toleranzgebot gegenüber sexueller Vielfalt im Entwurf (!) des neuen Bildungsplans 2015.

 

Hanebüchener Unfug, damit wolle man junge Menschen sexuell umerziehen. (Wie sollte das überhaupt gehen?) Blödsinn kann jedoch Wirkungsmacht entfalten, wie die vielen Unterschriften der Online-Petition zeigen, die der Nagolder Lehrer Gabriel Stängle losgetreten hat. Wenn Blödsinn eine innige Allianz mit Ängsten, Unsicherheiten eingeht. Auch mit dem Thema Sexualität lassen sich immer noch locker Stimmungen gegen Minderheiten schüren.

 

Das Alte drängt nach vorne. Die elektronische Post des Kultusministers sei mitunter hasserfüllt. Homosexualität sei eine Krankheit, gehöre verbannt, dürfe man Kindern nicht vorführen. "All dieser Unsinn wird bei uns verbraten", ärgert sich Minister Stich. Das unterstreicht nur, wie wichtig die Neuregelung ist. 

 

Doch inzwischen gibt es eine Gegenpetition. Hier kann man unterschreiben:

https://www.openpetition.de/petition/online/gegenpetition-zu-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens