Grüne OV Rottweil-Zimmern

Das Fahrrad ist jetzt 200 Jahre - jung! Schwingen wir uns auf die Räder und werben für eine Rad-Kulturstadt Rottweil!


Das Fahrrad stand im Mittelpunkt der ersten Sitzung der grünen Ortsvorstände und Gemeinderäte im Jahr 2017. Das hatte seinen Grund: In diesem Jahr feiert es seinen stolzen 200. Geburtstag.

Beispiels für eine E-Bike-Station in Ligurien


Es verblüfft, wie wandlungsfähig es sich in dieser langen Zeit erwies. Hat das Fahrrad womöglich seine große Zeit noch vor sich? Die Chancen dafür sind gut - bei diesem Image: Es ist unschlagbar flink im Stadtverkehr, gesund, umweltfreundlich und genügsam im Platzanspruch. Daher wollen Rottweils Grüne in diesem Jubiläumsjahr tüchtig in die Pedale treten. Sie wittern noch Luft nach oben, damit auch Rottweil sich Richtung Rad-Kulturstadt bewegt.

Die Zeichen der Zeit scheinen dafür günstig. Testturm und mögliche Hängebrücke lassen die Stadtmobilität überdenken. Es geht um die Entlastung der historischen Innenstadt - aber nicht nur. Frank Sucker meinte: „Wir ahnen erst, wie tief greifend Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren den Verkehr umkrempeln. Und ausgerechnet das alte Fahrrad spielt dabei eine besondere Rolle.“ Leicht gesagt. Doch der grünen Runde war klar, dass sie dazu nur einen bescheidenen Beitrag liefern kann. Der Funken muss schon auf möglichst viele Bürgerinnen und Bürger überspringen. Aber wie?

Für den 13. März laden die Grünen andere Gruppierungen, Radfreaks, Klimaschützer… zum Grünen Stammtisch „Rad-Kulturstadt Rottweil“ in den Agenda-Treffpunkt ein. Ingeborg Gekle-Maier macht sich bis dahin schlauer und besucht extra das Seminar „Gemeinsam am Rad drehen“. Doch einige Ideen möchte die Grünen bei diesem Treffen schon mal vorstellen. Unter anderem die Anfrage: Was ist eigentlich aus dem Radroutensystem des Verkehrsentwicklungsplans von 2003 geworden? Darin ist viel bürgerschaftliche Energie eingeflossen. Interessant ist auch die Teilnahme an der Onlineplattform RADar, über die man Verwaltungen bequem auf gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam machen kann. Eine viel versprechende moderne Form der Bürgerbeteiligung.

In den diesjährigen Radlerfrühling könnte man in einer Open-Air-Veranstaltung starten, bei der Räder repariert, durchgecheckt, getauscht und beworben werden. Grünen-Sprecher Jörg Hügel ging noch einen Schritt weiter: „Ich finde einen autofreien Sonntag gut, bei dem die Innenstadt einmal ganz im Zeichen anderer Mobilitätsformen steht: radeln, skaten, inlinen, rollern, bummeln.“ Das könnte eine fröhliche Erfahrung werden mit Appetit auf Neuauflagen. Für dieses Jahr schien das organisatorisch allerdings kaum mehr realisierbar zu sein. Aber 2018? Eine weitere Idee war eine E-Bike-Station am Bahnhof, mit der Touristen die „letzte Meile“ hoch in die Innenstadt, zur Hängebrücke oder zum Testturm leicht mit dem Rad bewältigen.

 

Die Grünen sind jedenfalls gespannt, was die Gespräche am 13. März noch auf ihrem Wunschzettel lassen. Oder kommen gar neue Einträge drauf?