Voi­là! - unser Flyer zur Gemeinderatswahl 2019


Bei Sitzungen am 1. April ist Vorsicht geboten. Was ist ernst, was ist Scherz? Doch die beiden Vorstandssprecher Jörg Hügel und Frank Sucker stellten den Flyer zur Gemeinderatswahl so glaubhaft vor, dass alle spürten: kein Aprilscherz. Nach aufwändigen Abstimmungen unter den Kandidatinnen und Kandidaten war er nun tatsächlich unter Dach und Fach. Diese Schlussversion wurde einstimmig abgesegnet und fand umgehend den Weg ins Netz.

Inhalte statt Werbegags

Wie Frank Sucker erläuterte, klingt aus dem knappen Textteil viel Zukunftsmusik. Doch Rottweils Grüne verzichten in ihrer Broschüre bewusst auf verkrampfte Werbegags. Sie greifen auch nicht nach den Sternen, sondern richten den Blick ganz auf das irdische, schöne Rottweil, denn: „Hier ist Zukunft zuhause“. So konzentrieren sie sich auf Herausforderungen des Alltagslebens: den sozialen Zusammenhalt etwa oder den Klimaschutz, die Artenvielfalt, die menschen- und stadtfreundliche Verkehrswende oder das humane Gestalten des digitalen Zeitalters. Und damit das nicht bloß Wahlkampfsprüche bleiben, unterfüttern sie die Aussagen mit Erfolgen der letzten fünf Jahre. Das soll ermutigen: Ja, man kann Rottweil verändern. Dazu muss man nicht ständig mit Spektakulärem auftrumpfen, sondern kann städtische Strukturen unter Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern schrittweise in Richtung Nachhaltigkeit steuern.

Videoclips enthüllen Persönlichkeiten 

Stefan Mauch schilderte, wie er gerade die „fetzigen“ Wahlkampfbeiträge anpackt, die vor allem eher junge, netzaffine Leute ansprechen. So nimmt er gerade mit Rosalie Bott spontane Videos mit Kandidatinnen und Kandidaten auf, die auch etwas von deren Persönlichkeit verraten. Diese Clips werden im Wechsel in den Facebook-Auftritt der Ortsgrünen eingestreut.

Grüne Stammtische zum Klimaschutz und Schaffen von Wohnraum

Im übrigen setzen Rottweils Grüne unaufgeregt ihre bewährten Grünen Stammtische fort. Diese sind garantiert frei von Wahlkampfgetöse, denn in diesen Runden denkt man sachorientiert über Problemlösungen nach. Der Klimaschutz steht in nächster Zeit ganz oben. So diskutieren die Ortsgrünen am 9. April in der Holzmanufaktur Rottweil GmbH über „Denkmalschutz im Spannungsfeld von Gebäudenutzung und ökologischer Sanierung“. Eine wichtige Frage unter anderem für die bauliche Entwicklung der historischen Innenstadt. Und am 7. Mai ist die Rottweiler Firma „enerix“ Gast am Grünen Stammtisch im Café am Känzele. Dann lautet das Thema „Neue Solaranlagen braucht die Stadt“.

Auf dem Wochenmarkt: zuhören statt predigen

Dem breiten Publikum stellen sich die grünen Kandidatinnen und Kandidaten an den vier Samstagen vor dem Wahltag auf dem Wochenmarkt. Da geht es vor allem ums Zuhören, weniger ums Predigen politischer Botschaften.

Und hier geht's zum Flyer, der scharf aufs Geteiltwerden ist: