Städtische Werbetrommel für E-Lastenräder rühren?


Können neue Elektro-Kleinfahrzeuge wie E-Tretroller, E-Bikes und E-Lastenräder helfen, die Innenstadt von Staus, Lärm und Schadstoffen zu entlasten? Darüber machten sich in ihrer letzten Sitzung Rottweils Grüne ihre Gedanken. Auf jeden Fall wollen sie an den kommenden drei Samstagen auf dem Wochenmarkt über solche Verkehrsmittel nicht nur diskutieren, sondern sie auch zum Testen anbieten. Beim E-Tretroller wahrscheinlich eine Premiere im Rottweiler Stadtbild.

E-Lastenrad für die Postzustellung


 

Es tut sich was bei E-Rollern

Wie Frank Sucker berichtete, wird es mit den E-Tretrollern in den kommenden Tagen ohnehin spannend. Wahrscheinlich am 17. Mai entscheidet nämlich der Bundesrat über deren Zulassung auch in Deutschland. In anderen Ländern sind sie länger schon der Lifestyle-Renner und Teil des Stadtbilds. Heftig umstritten ist derzeit noch, ob bzw. mit welcher Geschwindigkeit sie auch Gehwege nutzen dürfen. Verdienen Fußgänger beim Bummeln, Einkaufen und Plaudern nicht alle Ruhe der Welt?

Doch einig ist sich die Fachwelt, dass diese E-Scooter die „letzte Meile“ zwischen Wohnung, Arbeitsplatz, bzw. öffentlichen Verkehrsmitteln ideal schließen. Da sie leicht mitzunehmen sind, lassen viele das schwerfällige Auto gerne stehen.

Potenzial für E-Lastenräder ausschöpfen

Keine Bedenken hatte die Ökopartei, was E-Lastenräder angeht. Stefan Mauch, der auch Sprecher der Agenda-Gruppe „Rad-Kulturstadt Rottweil“ ist, zeigte sich davon begeistert. Die Grünen machten daher dann gleich Nägel mit Köpfen und beantragten eine städtische Werbekampagne für E-Lastenräder. Ingeborg Gekle-Maier sagte freudig zu, diesen Wunsch rasch ins Rathaus weiterzuleiten.

Der Antrag weist darauf hin, dass E-Lastenräder in Rottweil nicht völlig neu sind. Die gelben Fahrzeuge fallen inzwischen auf, die Postbotinnen und Postboten die Briefzustellung im hügeligen Rottweil erleichtern. Die Grünen vermuten, dass das erst der Anfang ist und in solchen Lastenrädern noch ein unausgeschöpftes Potenzial schlummert.

Zielgruppen solch einer Werbeaktion sind Unternehmen, Körperschaften des privaten Rechts, gemeinnützige Organisationen und Freiberufler. Jochen Baumann hatte die Idee, dass auch die Stadt selbst die Anschaffung von E-Lastenrädern überprüft und diese gegebenenfalls mit einem attraktiven Logo versieht. Von großem Vorteil wäre, wenn auch der Gewerbe- und Handelsverein Rottweil (GHV) sich an dieser Aktion beteiligt.

Vorteile von E-Lastenrädern

In der Antragsbegründung heißt es, dass solche E-Lastenräder schnell, wendig, umweltfreundlich sind und Parkflächen sparen. Diese Werbekampagne kollidiert auch nicht mit dem Radverkehrskonzept, das die Stadt derzeit entwickelt. Sie ist unabhängig davon sinnvoll.

Und abschließend betonen die Ortsgrünen: „Die Voraussetzungen für diese Aktion sind günstig, da das Land Baden-Württemberg im Rahmen ihrer „Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilität BW“ die Anschaffung von E-Lastenrädern mit bis zu 3.000 € fördert.“ Das sei ein attraktives Angebot, für das es sich lohnt, die städtische Werbetrommel zu rühren.


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